Theresienstadt

2019年9月20日 未分類

Todesmarsch KZ-Schwarzheide – Theresienstadt

Am 18. April 1945 wurde in Schwarzheide in fieberhafter Eile das KZ-Außenlager aufgelöst. Die Front war bedrohlich nahe gerückt. Um 5 Uhr früh trieben etwa 100 SS-Wachmannschaften die rund 600 KZ-Häftlinge auf den Todesmarsch nach Süden in Richtung Theresienstadt. Der Marsch führte bis Kamenz, wo in einer Ziegelei in der Nähe der Stadt übernachtet wurde. Am Morgen des 19. April erschossen die SS-Leute sechs Häftlinge. Der Todesmarsch führte weiter über Elstra, Bischofswerda, Neustadt, Sebnitz, Hinterhermsdorf, Varnsdorf, Großschönau, Novy’ Bor und Ceska’ Lipa nach Terezin (Theresienstadt). Fast 300 Häftlinge wurden unterwegs durch die SS erschossen oder starben an Entkräftung.
Rund 320 Männer überstanden die Qualen dieses Todesmarsches. Der “Verein der ehemaligen Häftlinge des KZ-Schwarzheide” – Sitz in Prag – bewahrt heute das Andenken aller Opfer und Überlebenden.
In den Jahren 1998 und 2005 waren ehemalige Häftlinge und Teilnehmer an diesem Todesmarsch Gäste der Stadt Kamenz.